Mutterschutz

§3 MSchG (Mutterschutzgesetz)

 

Unabhängig davon, ob eine Sternenmutter Anspruch auf Mutterschutz hat oder nicht, gelten für alle die allgemeinen Regelungen des Anspruchs auf ärztliche Betreuung und Behandlung.

Mutterschutz bei Fehlgeburt

Wenn eine Mutter eine Fehlgeburt erleidet, also ein Baby unter 500 g verliert, das nach der Geburt keine Lebenszeichen aufwies, hat sie nach dem Gesetz keinen Anspruch auf Mutterschutz. 

Seelische oder Körperliche Belastungen nach einer Fehlgeburt sind jedoch nicht selten. Wer arbeitsunfähig ist, sollte sich das von einem Arzt bescheinigen lassen. Hier gelten dann die Regelungen für Entgeltfortzahlungen im Krankheitsfall bzw. zum Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung.

 

Wichtig: Ob es sich um eine Fehl- oder um eine Totgeburt handelt, hängt davon ab, was durch den Arzt bescheinigt wurde.

 

Mutterschutz bei Totgeburt und Neugeborenentod

Nach einer Totgeburt oder wenn das Baby nach der Geburt verstirbt hat die Mutter Anspruch auf den gesetzlichen Mutterschutz.

 

Die Schutzfrist endet 8 Wochen nach der Geburt wenn das Geburtsgewicht des Kindes mindestens 2500g beträgt.

Liegt das Geburtsgewicht zwischen 500 g und 2500 g,  gilt das Baby als Frühgeburt und die Mutterschutzfrist verlängert sich um 4 Wochen auf insgesamt 12 Wochen. Bei Mehrlingsgeburten gilt ebenfalls eine verlängerte Mutterschutzfrist von 12 Wochen.

Der Mutterschutz kann jedoch auf ausdrückliches Verlangen der Sternenmutter auf bis zu zwei Wochen Schutzfrist verkürzt werden, wenn sie früher wieder arbeiten möchte und von ärztlicher Seite nichts dagegen spricht.

Mutterschutz bei medizinisch indiziertem  Schwangerschaftsabbruch

Bei einem medizinisch indizierten Schwangerschaftsabbruch sind die Mutterschaftsregelungen wie oben erwähnt.
Bei der Geburt eines Babys unter 500g und ohne Lebenszeichen besteht kein Mutterschutz.
Bei einer Totgeburt oder Neugeborenentod hat die Mutter Anspruch auf den gesetzlichen Mutterschutz.

Mutterschutz bei sozial indiziertem  Schwangerschaftsabbruch

Bei einem sozial indizierten Schwangerschaftsabbruch endet in der Regel mit dem Abbruch auch der Mutterschutz.